03.03.2022 Gedenken an die 1943 deportierten Solinger Sinti

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WANN: 3. März 2022 um 17:00 – 18:00

WO:

Clemens-Galerien

Bündnis für Toleranz und Zivilcourage 

Solinger Appell 

SOS Rassismus e.V.

Beginn an den Clemens-Galerien:

  • Begrüßung durch Frank Knoche, Solinger Appell
  • Beitrag von Daniela Tobias, 1. Vorsitzende Max- Leven- Zentrum Solingen e.V.
  • Musik: Chor „Die Merscheider“

Gedenkgang zum Mahnmal auf der Korkenziehertrasse

  • Beitrag Tim Kurzbach, Oberbürgermeister Klingenstadt Solingen
  • Beitrag Roman Franz, Vorsitzender Landesverband deutscher Sinti und Roma NRW
  • Gemeinsame Niederlegung der Rosen

Musik: Kai Heumann

Am 3. März 1943 wurden mindestens 60 Solingerinnen und Solinger über den Bahnhof Ohligs nach Auschwitz deportiert. Die Zugangslisten des KZ Auschwitz, alleine mit dem Datum 9.3.1943, verzeichnen 51 Namen aus Solingen. Von diesen 51 starben 48 in Auschwitz, zwei im Außenlager Ellrich. Ein weiterer Todesort ist unbekannt. Drei weitere Personen wurden zu einem anderen Zeitpunkt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet, so dass derzeit gesichert von 54 Opfern ausgegangen wird. Unter diesen waren mit 29 Mädchen und Jungen mehr als die Hälfte Kinder unter 14 Jahren. Von sechs Männern ist bekannt, dass sie überlebten.

Heute, 79 Jahre nach dieser Deportation in den Tod, rufen wir die Solinger und Solingerinnen auf, keine Diskriminierungen von Roma und Sinti zuzulassen. Eine Befragung unter Solinger Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern im Jahr 2017 zeigte auf, dass Antiziganismus, in Form von abwertenden und ablehnenden Haltungen und Einstellungen gegenüber Sinti und Roma, noch immer weit verbreitet ist.

Stellen Sie sich gegen die rassistischen Parolen der extremen Rechten!

Treten Sie mit uns für eine menschenwürdige Versorgung, ärztliche Behandlung und Unterbringung aller Menschen ein, die bei uns Schutz suchen und in dieser Stadt leben und arbeiten wollen! Tragen Sie mit dazu bei, dass die bislang weitgehend vergessene Verfolgung der Sinti und Roma im kollektiven Gedächtnis unserer Stadt bewahrt wird und den nachkommenden Generationen Mahnung und Aufforderung sein wird.


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